„Dem Wachmann kündigen,  weil er Einbrüche verhindert hat?“

Sollte man Polizeibeamten PC-Verbundscheiben als sicherste Technik vorenthalten? KRD auf dem Berliner Polizeitag 2018.

Geesthacht/Bardowick: „Gewalt gegen Polizisten“ war das Thema des Berliner Polizeitags, zu dem das Branchenmagazin Behörden Spiegel und die Gewerkschaft der Polizei am 9. Oktober 2018 in die Bundeshauptstadt eingeladen hatten. Ein heißes, hochaktuelles Thema – und eine ideale Gelegenheit für die KRD-Mitarbeiter Stefan Kindsvater und Adrian Jochum, ihr Anliegen erneut in den Fokus des Branchen-Interesses zu rücken: Die Insassen-Lebensversicherung für Polizeibeamte im Dienst – in Form hochleistungsfähiger KASIGLAS®-Verbundscheiben aus mehrlagigem Polycarbonat (PC) – bekannter zu machen.

Jochum, Key Account Manager bei der KRD Sicherheitstechnik GmbH, reihte sich mit einem Referat über „Fahrzeugschutz im europäischen Vergleich“ sogar in das hochkarätige Vortragsprogramm ein, das das Tagungsthema mit Vorträgen wie „Die Polizei im Spannungsfeld alltäglicher Gewalt“, „Polizeibeamte als Opfer von Gewalt“ und „Berufliche Traumatisierung – was tun?“ aus vielen Blickwinkeln kompetent betrachtete.

 
Todesfalle Fahrzeug

„Die Polizeitage sind für uns eine hochwillkommene Gelegenheit, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen, die von unseren Produkten direkt profitieren – den Polizeibeamten“, erklärt Jochum. „Und das Interesse an unseren Beiträgen ist immer wieder ausgesprochen hoch. Schließlich kennt jeder Beamte, jede Beamtin, Situationen, in denen nur noch die Sicherheitsausrüstung über Leben und Tod entscheidet. Da darf es keine Kompromisse geben – obwohl sich solche ausgerechnet in Deutschland aktuell leider andeuten.“

Was viele Beamte immer wieder schlecht schlafen lässt, sind ja nicht nur Angriffe durch Schusswaffen, durch Wurfobjekte sowie improvisierte Hieb- und Stichwaffen. „Auch die häufigen Alarmfahrten mit Sonderrechten bedrohen die Gesundheit der Polizistinnen und Polizisten im Dienst“, so Jochum. Vor all diesen Risiken müssten die Beamten eigentlich geschützt werden – und zwar mit allem, was die Technik derzeit hergibt. Die größte Herausforderung dabei: Die Verscheibung.


Einfache PC-Scheiben sind nicht mehr Stand der Technik

Denn dass sprödes Mineralglas für Einsatzfahrzeuge keine Lösung mehr ist, das hat sich schon lange herumgesprochen. Aber auch bei den schlagzähen Polycarbonat-Scheiben, die sich seit etwa 30 Jahren als „das bessere Glas“ etabliert haben, gibt es massive Unterschiede.
Bruchsicheres und abriebfest-beschichtetes Polycarbonat steckt Schläge im Idealfall zwar locker weg und übersteht sogar schwere Verkehrsunfälle. Aber es gibt auch Haken. Einfache PC-Scheiben neigen im Tageslicht zur Alterung: „Schon nach 30 bis 36 Monaten nimmt ihre Widerstandsfähigkeit drastisch ab“, erläutert Jochums Kollege Stefan Kindsvater. Dann drohen Brüche, wenn man sie nicht gebrauchen kann. „Sicherheit gibt es eben leider immer nur auf Zeit“, so Jochum.
Außerdem brechen selbst schlagzähe Monoscheiben, wenn man Schläge gegen ihren Rand führt – da, wo sie auf der Karosserie aufliegen. Durch die Montage verlieren sie dort ihre Flexibilität – was sich natürlich längst auch unter „Gefährdern“ herumgesprochen hat. Auch bei Verkehrsunfällen ist dieser Bereich oft betroffen.


Großbritannien und Schweden setzen auf Verbundscheiben

Diese Probleme lösen Polycarbonat-Verbundscheiben: Sie altern langsamer, bieten also länger zuverlässige Sicherheit und sind auch in Randbereichen flexibel genug, um Schläge zu parieren. „Diese Scheiben haben wir schon vor Jahren auf Wunsch einiger Polizeibehörden entwickelt – und sie haben sich seither massiv bewährt“, so Jochum. „KASIGLAS®-Verbundsicherheitsscheiben sind die Königsklasse der PC-Scheiben“.
„Monoscheiben waren lange der Stand der Technik“, ergänzt Kindsvater, „aber inzwischen sind sie einfach veraltet. Verbundscheiben leisten deutlich mehr – nicht nur im Blick auf Schlagbelastungen in den Randbereichen oder die Alterungsproblematik. Sie bieten auch bei Verkehrsunfällen höheren Schutz. Und zugleich eine bessere optische Qualität.“
Im europäischen Ausland zieht man aus dieser Erkenntnis, so Jochum, längst Konsequenzen: In Großbritannien etwa ist die Abschaffung der technisch veralteten Monoscheiben bereits in vollem Gange – dort setzt man zukünftig auf Kunststoff-Verbundscheiben. Auch in Schweden zieht man nach Gewalt-Exzessen in einigen Hotspots und im Blick auf die Alterungsproblematik jetzt die Konsequenzen: „Auch hier werden die unzureichenden PC-Monoscheiben in Altfahrzeugen demnächst ausgemustert. Für Neufahrzeuge werden nur noch Verbundscheiben beschafft“, so Jochum.
Und in Deutschland? Ausgerechnet hier schlägt das Pendel derzeit zurück. Dabei war man sich des Problems „Monoscheibe“ in Deutschland weitaus früher bewusst als anderswo: Bereits 2002 wurde die bis dahin einschlägige Technische Richtlinie, die auf Monoscheiben setzte, neu gefasst; in Folge wurden mehr als 5.000 Fahrzeuge mit Verbundscheiben ausgerüstet. Resultat: Die Anzahl der „Vorfälle“ sank.


Kostenersparnis zu Lasten der Sicherheit?

Jedoch mit einem paradoxen Ergebnis: 2014 wurden die Anforderungen an die Sicherheitsverscheibungen wieder gesenkt – seitdem wird vereinzelt bereits wieder die (billigere) Technik von 2006 verbaut. Ein bedenklicher Trend. „Das ist in etwa so, als kündige man dem Wachmann, weil es nach seiner Einstellung zu weniger Einbrüchen gekommen ist“, so Jochum. Und der Key Accounter wird noch deutlicher: „Soll eine vordergründige Kostenersparnis wirklich zu Lasten der Sicherheit der Einsatzkräfte gehen?“
Hier kann es nur eine Antwort geben.

 

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